Steuervorauszahlungen: Wie hoch sollten sie sein?
- 2. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Für viele Unternehmen und Selbstständige sind Steuervorauszahlungen ein fixer Bestandteil der Finanzplanung. Dennoch stellt sich regelmässig die Frage: Wie hoch sollten diese Vorauszahlungen eigentlich sein, damit weder Liquiditätsengpässe noch unerwartete Nachzahlungen entstehen?

Was sind Steuervorauszahlungen?
Steuervorauszahlungen sind Akontozahlungen auf die voraussichtlich geschuldete Steuer eines laufenden Jahres. Sie basieren in der Regel auf den letzten veranlagten Einkommen bzw. Gewinnen und werden von den Steuerbehörden entsprechend festgesetzt.
Ziel: Weder zu hoch noch zu tief
Die optimale Höhe von Steuervorauszahlungen liegt in einem ausgewogenen Bereich:
Zu hohe Vorauszahlungen führen zu unnötiger Liquiditätsbindung. Kapital, das im Unternehmen produktiv eingesetzt werden könnte, liegt faktisch beim Staat.
Zu tiefe Vorauszahlungen bergen das Risiko von erheblichen Nachzahlungen – oft inklusive Verzugszinsen.
Eine präzise Planung schafft hier klare finanzielle Vorteile.
Welche Faktoren sind entscheidend?
Die richtige Höhe hängt von mehreren individuellen Faktoren ab:
Aktuelle Ertragslage: Entwickelt sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr nach oben oder unten?
Einmalige Effekte: Investitionen, ausserordentliche Erträge oder Verluste beeinflussen die Steuerlast erheblich.
Strukturelle Veränderungen: Neue Geschäftsfelder, Personalaufbau oder Standortwechsel wirken sich ebenfalls aus.
Privatbezüge bei Selbstständigen: Diese beeinflussen die steuerbare Bemessungsgrundlage direkt.
Laufende Anpassung ist entscheidend
Viele Steuerpflichtige verlassen sich auf die automatisch festgelegten Vorauszahlungen der Steuerbehörde. Das ist bequem, aber nicht immer optimal. Eine aktive Überprüfung und Anpassung während des Jahres ist empfehlenswert – insbesondere bei:
stark schwankenden Umsätzen
Wachstumsphasen
wirtschaftlichen Unsicherheiten
Eine Anpassung kann in der Regel unkompliziert bei der zuständigen Steuerbehörde beantragt werden.
Liquiditätsplanung als Schlüssel
Steuervorauszahlungen sollten integraler Bestandteil der Liquiditätsplanung sein. Wer seine Steuerlast realistisch einschätzt und frühzeitig berücksichtigt, kann:
finanzielle Engpässe vermeiden
Zinskosten reduzieren
unternehmerische Entscheidungen fundierter treffen
Fazit
Die richtige Höhe der Steuervorauszahlungen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer vorausschauenden Planung. Unternehmen und Selbstständige profitieren davon, ihre steuerliche Situation regelmässig zu analysieren und bei Bedarf anzupassen.
Unser Tipp: Eine professionelle Begleitung hilft, die Steuerbelastung realistisch einzuschätzen und finanzielle Spielräume optimal zu nutzen.
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