Online-Games und Steuern in der Schweiz
- 27. März
- 2 Min. Lesezeit
Sind virtuelle Güter wie Skins steuerpflichtig?
Online-Games sind längst mehr als nur ein Hobby. Virtuelle Güter wie Skins, In-Game-Währungen oder digitale Gegenstände erzielen teilweise erhebliche Werte. Doch wie werden solche Vermögenswerte in der Schweiz steuerlich behandelt?

Virtuelle Güter in Online-Games – ein Milliardenmarkt
Der Handel mit virtuellen Gütern hat sich zu einem globalen Milliardenmarkt entwickelt. Auch in der Schweiz investieren Hunderttausende von Spielern Geld in digitale Gegenstände wie Skins oder Ausrüstung.
Eine aktuelle SRF-Sendung („10 vor 10“, Februar 2026) zeigt, dass insbesondere Skins in Spielen wie Counter-Strike teils hohe Marktwerte erreichen und aktiv gehandelt werden.
Damit rückt ein neues Thema in den Fokus: Steuern auf virtuelle Güter
Beispiele für virtuelle Güter
Zu den relevanten digitalen Vermögenswerten gehören insbesondere:
Skins (z. B. Waffen- oder Charakterdesigns)
In-Game-Währungen (Coins, Credits)
Seltene Items oder Ausrüstung
Gaming-Accounts mit Wertsteigerung
NFTs und digitale Sammlerstücke
Einzelne Objekte können dabei mehrere tausend Franken wert sein.
Steuerpflicht – was sagt die Praxis?
Gemäss aktueller Einschätzung von Experten (u. a. in der SRF-Berichterstattung) gilt:
Es bestehen noch keine klaren gesetzlichen Regelungen für virtuelle Güter in der Schweiz
Dennoch können steuerliche Pflichten entstehen, insbesondere bei hohen Werten oder Verkäufen
Grundsatz:
Privater Gelegenheitsverkauf → oft steuerfrei
Systematischer Handel → steuerbares Einkommen (ähnlich selbständige Tätigkeit)
Deklarationspflicht – oft unterschätzt
Ein zentraler Punkt aus der Praxis:
Auch ohne Verkauf kann eine Deklarationspflicht bestehen
Vermögenswerte mit relevantem Marktwert sollten angegeben werden
Bei Nichtdeklaration droht im Extremfall Steuerhinterziehung
Realisation: Wann wird es steuerlich relevant?
Entscheidend ist der Zeitpunkt der Realisation in CHF:
Keine Realisation
Virtuelle Güter bleiben im Spiel
Kein Verkauf / kein Geldfluss
→ in der Regel keine unmittelbare Besteuerung
Realisation
Verkauf gegen Echtgeld
Umwandlung in CHF oder über Plattformen
→ steuerlich relevant als Einkommen oder Vermögensveränderung
Rechtliche Grauzone
Die SRF-Berichterstattung zeigt zudem ein weiteres Problem:
Gamer besitzen oft nicht die Güter selbst, sondern nur Nutzungsrechte→ Der Handel auf Drittplattformen bewegt sich teilweise in einer rechtlichen Grauzone
Fazit
Virtuelle Güter sind längst wirtschaftlich relevant – und damit auch steuerlich:
Hohe Werte = erhöhte Aufmerksamkeit der Steuerbehörden
Verkäufe = mögliche Einkommenssteuer
Vermögen = potenzielle Deklarationspflicht
Der digitale Raum ist kein steuerfreier Raum.
Unterstützung durch AbaFin Treuhand AG
Die steuerliche Behandlung von virtuellen Gütern ist komplex und entwickelt sich laufend weiter. AbaFin Treuhand AG unterstützt Sie dabei:
korrekte Deklaration digitaler Vermögenswerte
Einordnung (privat vs. gewerblich)
steuerliche Optimierung
rechtssichere Umsetzung
Lassen Sie sich frühzeitig beraten, um Risiken zu vermeiden und Chancen optimal zu nutzen.
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