Lohnabrechnung in der Schweiz – was gehört drauf?
- 2. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Die Lohnabrechnung ist ein wichtiger Bestandteil jeder Personaladministration. In der Schweiz sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren Mitarbeitenden eine transparente und nachvollziehbare Lohnabrechnung zur Verfügung zu stellen.
Doch welche Angaben müssen eigentlich auf einer korrekten Lohnabrechnung enthalten sein?

Persönliche Angaben des Mitarbeitenden
Zu Beginn der Lohnabrechnung müssen die wichtigsten Personendaten ersichtlich sein.
Dazu gehören:
Name und Adresse des Mitarbeitenden
Arbeitgeberangaben
AHV-Nummer
Abrechnungsperiode
Beschäftigungsgrad oder Pensum
Diese Angaben sorgen für eine eindeutige Zuordnung der Abrechnung.
Bruttolohn
Der Bruttolohn bildet die Grundlage der Lohnabrechnung. Er umfasst den gesamten vereinbarten Lohn vor Abzügen.
Zum Bruttolohn können gehören:
Monatslohn oder Stundenlohn
Boni und Provisionen
Gratifikationen
Ferien- und Feiertagsentschädigungen
Spesenvergütungen (separat ausgewiesen)
Sozialversicherungsabzüge
In der Schweiz müssen verschiedene gesetzliche Abzüge ausgewiesen werden. Diese werden direkt vom Bruttolohn abgezogen.
Typische Abzüge:
AHV / IV / EO
ALV (Arbeitslosenversicherung)
Pensionskasse (BVG)
Unfallversicherung (NBU)
Krankentaggeldversicherung
Quellensteuer (falls relevant)
Die einzelnen Beiträge sollten transparent und nachvollziehbar aufgeführt werden.
Nettolohn
Nach Abzug aller Sozialversicherungen ergibt sich der Nettolohn. Dieser Betrag wird dem Mitarbeitenden ausbezahlt.
Zusätzlich sollten ersichtlich sein:
Auszahlungsdatum
Bankverbindung oder Zahlungsart
Total Auszahlungsbetrag
Warum eine korrekte Lohnabrechnung wichtig ist
Eine saubere Lohnabrechnung schafft Transparenz und verhindert spätere Unklarheiten zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden.
Vorteile:
Rechtssicherheit
Nachvollziehbarkeit für Mitarbeitende
Korrekte Deklaration gegenüber Behörden
Grundlage für Sozialversicherungen und Steuern
Fehlerhafte oder unvollständige Abrechnungen können zu administrativem Mehraufwand und rechtlichen Problemen führen.
Digitalisierung vereinfacht die Lohnadministration
Moderne Lohnbuchhaltungsprogramme automatisieren viele Prozesse und reduzieren Fehlerquellen erheblich.
Digitale Lösungen ermöglichen:
Automatische Berechnung von Abzügen
Elektronische Lohnabrechnungen
Direkte Meldungen an Behörden
Effiziente Verwaltung von Mitarbeiterdaten
Gerade für KMU spart dies Zeit und administrative Ressourcen.
Fazit
Eine korrekte Lohnabrechnung enthält weit mehr als nur den ausbezahlten Lohn. Transparente Angaben zu Bruttolohn, Sozialabzügen und Nettolohn schaffen Klarheit und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen in der Schweiz.
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